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Freitag, 24. Mai 2013

Aci und der Mentalist - eine magische Begegnung


Aci sieht man selten so perplex..
das Werk eines Mentalisten. ;)
Dieser Beitrag würde fast auch zur Mai Blogparade "Begegnung" von Mimi passen, fällt mir gerade auf. Denn seit beinahe einem Jahr fieberte ich auf dieses Erlebnis hin. Ja, klar, meine Hochzeit. Aber nicht nur das - sondern auch auf den Show-Act, den wir für diesen besonderen Tag engagiert hatten.

Ein Zauberkünstler. Nein, nicht nur das. Ein Mentalist. Ein Magier der Gedanken. Nicht irgendeiner. Einer der besten und erfolgreichsten Deutschlands. Ihr habt vielleicht schon mal von ihm gehört oder ihn im Fernsehen oder live auf der Bühne gesehen. Den Typ mit der Extremfrisur. Alexander Hartmann.




Uns bot er zuerst eine 60 minütige Bühnenshow, in der er sein Publikum mit gewitzten Sprüchen zum Lachen und verblüffender Magie zum Staunen brachte.

Da nahm er zum Beispiel einen Löffel in den Mund, drehte diesen in seinem Mund um und holte eine.. äh, Gabel wieder heraus?! Da brachte er unfassbare Kartentricks - zauberte die Unterschrift der Cousine meines Mannes von der einen auf die andere Karte. Eine Freundin kannte plötzlich die farbliche Reihenfolge eines halben Kartenspiels auswendig. Er las meine Gedanken und..

Er ließ mich eine Stimme hören. In meinem Kopf. Ein Wort, dass mein Mann vorher aus einem Buch herausgepickt und auf einen Zettel geschrieben hatte. Genau wie damals, bei "The Next Uri Geller", als Charlotte das Wort von Oliver plötzlich im Kopf hatte.. und ich noch dachte "Das ist doch eh abgesprochen." - nein. War es definitiv nicht. Danach war ich den Rest des Abends vollkommen perplex. *grins*

Über eine Woche danach bin ich immer noch nicht darüber hinweg, dass da plötzlich eine Stimme in meinem Kopf war. Ich kann mir nicht erklären, wie er das gemacht hat. Das war einfach echt zu krass. Ich hab das Wort GEHÖRT. 

Nach der Bühnenshow gab es erstmal das Dessert, auch zum "Verdauen" und "Sacken lassen" des bis dahin bereits Erlebten. Tolle Tischgespräche entstanden.

Und dann kam der Walking Act, wo Alex nochmal jedem Tisch einen Besuch abstattete, sich dazu gesellte und noch "ein paar Wunder direkt vor den Augen und in die Hände der Gäste geschehen ließ", wie er sich so schön ausdrückte..

Dabei riss er unsere ganze Hochzeitsgesellschaft buchstäblich von den Stühlen und sie wanderten mit ihm gemeinsam von Tisch zu Tisch - standen ungläubig daneben wie sie die gleichen Tricks immer und immer wieder sehen und doch nicht durchschauen konnten. Karten entwickelten ein Eigenleben, sprangen von A nach B - aus dem Kartenstapel in Alex' Mund oder unter ein Cola-Glas. Menschen waren nicht mehr Herr ihrer Sinne und konnten ihre Hände plötzlich nicht mehr bewegen. Karten verwandelten sich in den Händen der Gäste in völlig andere. Ein ganzes Kartenspiel verschwand, stattdessen lag plötzlich eine Glasform da.

Kurz gesagt: Alex verzauberte uns und alle um uns herum. Was nach seinem Auftritt blieb waren lauter verblüffte Gesichter und stille Sprachlosigkeit. 


Das Brautpaar und der Mentalist.
Ein Schnappschuss von meiner Freundin Lexi.

Jung, dynamisch, faszinierend und sympathisch. So würde ich ihn und seine Show beschreiben. Rückblickend kann ich sagen, dass er unser Fest sowohl für uns als Brautpaar als auch für unsere Gäste zu einem magischen und außergewöhnlichen Erlebnis gemacht hat. Ich danke ihm dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, uns diese unvergessliche Begegnung und die atemberaubenden Erfahrungen zu schenken die wir an diesem Abend mit ihm gemeinsam erleben durften. 

Oh und ein paar Andenken hat er uns auch da gelassen. Seine DVD "Die Toolbox eines Mentalisten", die Karte aus einem Trick den er mit uns gemacht hat (auf der Vorderseite unsere Unterschriften und das Hochzeitsdatum), einen Eintrag in unserem Gästebuch und eine.. öhm.. Autogramm- oder Setkarte? Keine Ahnung.

Jedenfalls mit einem wunderbaren Zitat, dass passend beschreibt, was wir mit Alex an diesem zauberhaften Abend erlebt haben.


Die "Giveaways" eines Mentalisten.. ;)

"Du staunst, weil ein anderer etwas tut, das dir unbegreiflich ist? Wer weiß, ob du nicht heute noch etwas tust, das dir selbst unbegreiflich sein wird." -  Marie von Ebner-Eschenbach


Ich kann wirklich Allen wärmstes empfehlen, sich Alex' mal live anzusehen wenn er irgendwo auftritt. Zum Beispiel am 8. September 2013 in Schorndorf bei Stuttgart mit seiner Show "Kopfkino"! Hier der Link zum Event - klick.


Ich persönlich weiß jetzt schon: 
Man sieht sich immer 2x im Leben. ;)



Sonntag, 19. Mai 2013

Das kreative Hochzeitsgeschenk


Aci, begeistert über die Kreativität
Eine aufregende Woche liegt hinter mir. Ich hab mich an meinen neuen Nachnamen immer noch nicht richtig gewöhnt, aber inzwischen doch schon das ein oder andere Dokument unterschrieben. Bin mal gespannt, wie lange es dauert bis es sich "normal" anfühlt. ;)

Der Grund meines heutigen Postings ist eins der kreativen Geschenke die wir an diesem Tag bekommen haben. Für mich persönlich ist das mit das Überraschendste und Persönlichste, was jemand für uns basteln konnte. Und es macht sich jetzt als Deko im Wohnzimmer echt gut. 

Ich möchte gar nicht lang um den heißen Brei reden.. mich nur nochmal bei Lexi von NendOtaku für ihre aufwendige Bastelarbeit bedanken. Ich möcht gar nicht wissen wie lang allein dieser Papier-Luffy gedauert hat. Seht selbst, der absolute Wahnsinn und es passt für uns so genial wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge:



























Donnerstag, 9. Mai 2013

Something old, something new..

Aci hofft, eine Freundin
bringt was mit, was sie sich
ausleihen kann für diesen Tag.
Einer der wenigen Hochzeitsbräuche die ich wirklich total liebe. Kennt bestimmt jeder, oder?

Something old, something new.. 
Something borrowed, something blue.
And a lucky sixpence in her shoe.

Eine Braut sollte an ihrem Hochzeitstag etwas Altes mit sich tragen, als Zeichen für ihr bisherigen Leben vor der Ehe, etwas Neues als Symbol für das beginnende Eheleben, etwas Geliehenes steht für Freundschaft und etwas Blaues für die Treue. Zuletzt ein Glückspfennig im Schuh, der Wohlstand versprechen soll.

Ich bin ein Fan von versteckter Symbolik. 
Unser ganzer Hochzeitstag ist mit solchen und ähnlichen Kleinigkeiten gespickt. Selbst die Tischdekoration mit einer Schale Wasser, Schmucksteinchen auf dem Boden der Schale und Schwimmkerzen steht für etwas Spezielles. Die Farben meiner Kleidung. Mein Brautschmuck und das Symbol auf dem Ehering.. Auch unser Ringspruch. Es gibt für mich kaum etwas, das ohne tiefer gehende Bedeutung ist.

Deshalb dachte ich, ich schreibe mal einen Blogeintrag mit den Gegenständen die ich innerhalb dieses Brauches tragen werde..


Alt wie die Welt.. 
..oder jedenfalls wie unsere Beziehung, denn er schenkte mir den Ring und die Kette relativ am Anfang unseres Zusammenseins. Ich trage den Schmuck täglich.





Neu wie der Tag..
..Ehering und Hochzeitsschmuck hab ich hier auf meinem Blog ja bereits schon mal gezeigt. Jetzt nochmal gemeinsam. Das neuste Stück was ich besitze. :)





Geborgt wie das Leben..
..was ich mir letztendlich von einer Freundin leihen werde, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, irgendjemand bringt etwas Brauchbares mit? Ein silbernes Armband, vielleicht? Oder wird es doch nur ein fünf Euro Schein? ;)





Blau wie die Treue..
..verwirrt? Ja, der Ring hat vier blaue Steinchen. Deshalb ist es nicht nur mein "altes" sondern auch mein "blaues" Symbol. Das Blau kommt auf dem Bild nur nicht ganz so gut rüber. Mal sehen, wie ich ihn in mein Outfit einbinde. Er ist ziemlich globig und ich schwanke noch zwischen linker Daumen oder in der Tasche. Unspektakulär, oder? Aber ein Strumpfband kommt mir nicht ans Bein. ;)





Und der Pfennig für den Schuh..
..mal überlegen, ob wir überhaupt noch einen Pfennig haben?
Sonst muss wohl ein Cent herhalten. ;)



Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr diesen Brauch auf eurer Hochzeit eingebunden oder wollt ihr das tun? Und wenn ja, was nehmt ihr für die entsprechenden Symbole? Was wurde euch geborgt? Bin gespannt.. :)



Mittwoch, 8. Mai 2013

"Wie? Ihr heiratet nicht kirchlich?" - ein Best of..


Aci  berichtet über die teils
unnötigen Fragen denen sie sich
im Lauf ihrer Hochzeitsvorbereit-
ungen stellen musste...
Wenn man heiratet, hat man sich im Lauf der Zeit auch einigen Fragen von Außen zu stellen. Besonders dann, wenn die Hochzeit nicht so ablaufen wird, wie die Gesellschaft das für richtig - oder sagen wir "normal" - hält. 

Es gab im Lauf unserer Hochzeitsvorbereitungen einige dieser Fragen. Die teilweise schon schockiert oder gar empört klangen, ja - manchmal fast ein wenig vorwurfsvoll.

Interesse an einem kleinen "Best of.."? ;)

Fangen wir mal mit dem Klassiker an:

"Wie? Ihr heiratet nicht kirchlich?"

Nein. Tun wir nicht. Wir sind vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten, weil wir nicht an die Lehren der Institution Kirche glauben. Wir fühlen uns weder als Christen noch dem "Verein" Kirche in irgend einer Weise zugehörig. 

Warum in aller Welt sollten wir also kirchlich heiraten?

"Aber ohne kirchliche Trauung ist es doch keine richtige Hochzeit!"

Soweit ich weiß, sind wir nach dem Papierkram im Standesamt offiziell verheiratet. Ich wüsste nicht, was an einer ausschließlich standesamtlichen Trauung "falsch" oder "nicht richtig" sein sollte. Selbst wenn sich eine rein standesamtliche Trauung für andere nicht als "vollwertig" oder "vollständig" anfühlt, muss das noch lange nicht für uns gelten. Eine Ehe ist eine Ehe. Egal auf welche Art man sie schließt.

Oder nicht?

"Aber ohne Kirche ist das doch nicht romantisch!"

Warum setzen so viele Menschen eine kirchliche Hochzeit mit Romantik gleich? Klar ist diese Sache für jene Leute romantisch, die an Gott glauben und sich in ihre Kirchengemeinde einbringen und nach dem leben, was die Kirche vermittelt. Eben weil die Kirche und der Glaube in dem Moment wichtige Teile ihres Lebens sind.

Aber was in aller Welt soll romantisch daran sein, wenn man nichts mit der Kirche am Hut hat und sich nicht mal im entferntesten als christlich betrachtet?

Was bringt es einem Paar, in eine Kirche zu gehen der sie sich nicht zugehörig fühlen und einem Mann, den sie nicht kennen, ein Versprechen zu geben, dass sie nicht meinen, um den Segen eines Gottes zu erhalten, an den sie nicht glauben?

Das ist keine Romantik. Das ist Heuchelei. 
Und heucheln will ich an meinem Hochzeitstag bestimmt nicht. 

"Wie? Ihr tanzt nicht? Seid ihr Zeugen Jehovas oder so?"

Hä? Nein. Wir möchten nur einfach nicht tanzen. Und wenn jemand den Hochzeitswalzer sehen will, haben sich schon eine Freundin und unser Trauzeuge bereit erklärt, an unserer Stelle zu tanzen. *zwinker*

Unsere Gäste dürfen natürlich auch tanzen, wenn ihnen danach ist..
Nur wir möchten halt nicht. Ist einfach nicht unser Ding.

"Warum habt ihr nur einen Trauzeugen? Nimm doch eine Freundin für dich!"

Für mich ist es eine Ehre, darum gebeten zu werden, ein Paar als Trauzeugin zu begleiten. Und diese Ehre gebührt in meinen Augen nicht "irgendjemandem". Nicht "irgendeiner" Freundin oder "irgendeinem" Freund. 

Es gebührt dem Menschen, der einem im Herzen am nähsten ist. 

Für mich wäre das meine beste Freundin gewesen. Geschwister hab ich keine und auch wenn ich alle meine Freundinnen unglaublich lieb habe, so ist der Platz der Trauzeugin doch einem ganz speziellen Menschen vorbehalten. 

Und da dieser Mensch den Weg inzwischen nicht mehr gemeinsam mit mir geht.. bleibt diese Position leer. Alles andere würde sich falsch anfühlen. 

"Wie? Du lässt dir kein Make-Up machen? Aber das muss schon sein!"

Für mich nicht - liegt vielleicht daran, dass ich nicht "normalerweise" bin..?

Ich schminke mich nie. Warum sollte ich zu meiner Hochzeit damit anfangen? Schminke find ich blöd. Ich will mich an dem Tag wohlfühlen, ich selbst sein. Schminke auf der Haut fühlt sich schwer an und ich hätte das Gefühl, mich maskiert zu haben. Nicht schön, nicht natürlich. Nicht ich.

"Wie? Du trägst kein richtiges Brautkleid?"

Richtig. Kein Brautkleid. Ein Sommerkleid. Plus bordeaux-farbener Bolero. 

Eigentlich trag ich auch nur deshalb ein Kleid weil meine bessere Hälfte sagte: "Ich würde dich so gerne einmal im Leben in einem Kleid sehen!" - Wer kann da schon nein sagen? Ich bin froh, dass ich mein Wohlfühl-Kleid gefunden habe.

Und das ich keine Prinzessin bin. Keine 0815-Braut, um es mit den Worten meiner Blogger-Kollegin Mimi  von dinks & bams zu sagen. 

Ich würde es auch überhaupt nicht einsehen, in ein Kleid, dass man nur diesen einen Tag in seinem Leben trägt, so viel Geld zu investieren. Natürlich kann das jeder machen, wie er mag, aber mein Ding ist das nicht. 

Da hab ich andere Prioritäten und weiß Besseres mit meinem Geld anzufangen. Zum Beispiel einen richtig coolen Show-Act zu engagieren, der die ganze Hochzeitsgesellschaft von den Stühlen reißt und begeistert! 

"Roter Bolero? Eine Braut sollte eigentlich komplett in weiß auftreten!"

Warum das denn bitte? Weil weiß die Farbe der Unschuld ist oder was? Nach so vielen Jahren Beziehung nimmt mir eh keiner mehr ab, dass ich noch Jungfrau bin. Und ganz davon abgesehen; Das sind doch schon wieder solche konventionellen christlichen Kirchenansichten. Was haben die mit mir zu tun? 

Meiner Ansicht nach stehen die Farben weiß-rot spirituell betrachtet für den Übergang der Jugend (weiß) zur Reife (rot). Das gehört also so. Jedenfalls nach meiner ganz persönlichen, heidnischen Interpretation. 

Und außerdem fühl ich mich ganz in weiß auch einfach unwohl. Das wäre nicht ich.

... 

Wenn ich länger darüber nachdenken würde, würden mir bestimmt noch mehr solcher Fragen einfallen. Und die daraus entstandenen Diskussionen haben sich teilweise über Stunden oder sogar Tage hingezogen.

Von der nicht vorhandenen Hochzeitstorte und den Flitterwochen und davon, dass wir keinen speziellen Hochzeitswagen wollten, fange ich gar nicht erst an. ;)

Irgendwann ist das nur noch ermüdend. Und so unnötig. Warum haben manche Menschen so ein unglaubliches Problem damit, wenn andere etwas eben anders handhaben als das in der Gesellschaft möglicherweise der Norm entspricht? Und warum steigern sich manche dann so hinein, obwohl es gar nichts mit ihnen zu tun hat? Viele dieser Diskussionen haben mit einer Arbeitskollegin stattgefunden.. 

Aber nächste Woche Dienstag ist ja alles überstanden - dann müssen wir nicht mehr darüber reden, wie wir etwas machen und warum so und nicht anders.. 

Dann hören wir wohl nur noch, was an unserer Umsetzung einer Hochzeit nun tatsächlich positiv und negativ war. Obwohl man sich Zweiteres gern sparen darf.

Denn schließlich und letztendlich muss die Feier dem Brautpaar gefallen, oder? ;)



Dienstag, 7. Mai 2013

Die Suche nach dem perfekten Ehering

Heute ist der siebte Mai. Und in sieben Tagen findet meine Hochzeit statt. Ich hab bisher nicht wirklich viel darüber berichtet. Ich hab es ab und zu mal nebenbei erwähnt, meinen Hochzeitsschmuck vorgestellt und einmal über die Sendung "Vier Hochzeiten und eine Traumreise" geschrieben, weil wir auf dem Standesamt damals so einen Wisch zwecks Bewerbung bei VOX in die Hand gedrückt bekamen.

Aci, ganz verliebt in ihren Ring.
Aber das war es dann glaub ich auch schon wieder. Eine Woche vorher möchte ich jetzt gerne ein weiteres Posting zu diesem Thema veröffentlichen. 

Anlass dazu gab mir vergangene Woche unsere Goldschmiedin, die uns unsere Ringe endlich überreichte. Die Geschichte hierzu ist meiner Meinung nach genauso spannend wie die meines Hochzeitsschmucks aus den Staaten. 

Alles begann damit, dass wir im Netz nach Inspirationen für unsere Eheringe suchten. Wir wollten etwas, was wirklich zu uns passt. Nichts, was jeder hat. Und wir fanden auf einer Internetseite  einen sehr schönen Ring, den wir so noch nie gesehen hatten. Es war ein zweifarbiger Ring. Eine Hälfte Weißgold, eine Hälfte Gelbgold. In der gelbgoldenen Hälfte des Rings ein Muster. Aneinandergereiht mehrere Triquetas. Und sofort die Assoziation: "DAS IST ER!"

Quelle: Metalic Triquetra (c) by Rea134
Eine Triqueta ist ein keltischer Knoten. Einige von euch, die die Sendung "Charmed - Zauberhafte Hexen" früher verfolgt haben, werden diesen Knoten von deren Buch der Schatten kennen. Seit der Serie wird manchmal auch Charmed-Knoten gesagt.

Es ist wie gesagt ein altes keltisches Symbol, dass die Dreifaltigkeit des Lebens wiederspiegelt. So zum Beispiel.. Geburt, Leben, Tod. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Jugend, Reife, Alter und so weiter.


Für meinen Verlobten und mich ist es das perfekte Symbol. Denn es bedeutet was wir im Leben gerne erreichen würden: Gemeinsam durch alle Lebensebenen gehen. Wir lernten uns als Teenager kennen, verbringen die Gegenwart gemeinsam und wünschen uns, was sich wohl jedes liebende Paar wünscht - das wir miteinander alt werden. Und das unsere Liebe für immer währt.

Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift. Okay, zurück zum Thema. *räusper*

Also jedenfalls gab es bei diesem Ring ein großes Problem. Mein Verlobter hat ziemlich große, breite Finger. Entsprechend brauchte er eine Größe, die in dem Shop wo es diesen Ring gab nicht angeboten wurde. Sonderanfertigungen machen die auch aus Prinzip nicht, weil die dann nicht mehr umtauschbar sind.

Ich glaube diese Situation war so ziemlich die einzige im Lauf unserer Hochzeitsplanung, an der ich wirklich verzweifelt bin und in diesen "Brautzilla-Modus" verfiel. Dazu muss man sagen, dass es mir auch wirklich schwer fällt, von etwas abzulassen in das ich mich verliebt habe. So war es ja auch bei der Kette.

Übrigens haben wir uns auch nicht davon abbringen lassen. Unzählige (teilweise verzweifelte) Telefonate später, hatten wir einen Termin mit einer sehr sympathischen Goldschmiedin die uns tatsächlich die positive Rückmeldung gab, sie könnte uns die Ringe nach unseren Vorstellungen problemlos anfertigen.

Das Ende vom Lied.. nach fast einem halben Jahr.. unsere Trauringe:







Ich weiß - nicht jedermanns Geschmack. Sie sehen extravagant aus, aber am Finger, aus etwas Entfernung, kommt das gar nicht mehr sooo extravagant rüber. In meinem Ring sind übrigens rundherum noch sechs Brillanten eingelassen. 

Die Gravur innen ist auch nicht 0815. 
Wir wollten kein "Name 1 & Name 2 & Hochzeitsdatum". Wir wissen wie wir heißen und wann wir geheiratet haben. Oder diese üblichen Sprüche "Hand in Hand / durchs Leben", "Gesucht und gefunden / durch Liebe verbunden", "An deiner Hand / ein Leben lang", "Für immer / in deinen Armen". Das ist uns zu mainstream und echt langweilig, weil das so unglaublich viele Leute in ihren Ringen stehen haben.

Unser Ringspruch lautet daher..

Bei ihm "Everything will change ..." 
und bei mir: "... but love remains the same."


Jetzt merken die ein oder anderen Leser wahrscheinlich gerade auch, warum ich unbedingt diese exklusive Kette von Keith Jack aus den USA haben musste.. 

Genau - wegen des Musters in unseren Eheringen!





Ja, ich gebs zu. Ich bin schon eine kleine Perfektionistin. Erstaunlicherweise aber irgendwie bei den Dingen, die andere eher für unwichtig empfinden. *grins*

Ab nächster Woche werde ich also diesen Ring an meinem Finger tragen. 

Nächste Woche schon. Immer wieder unheimlich, wie die Zeit verfliegt. Es kommt mir wie gestern vor, als meine bessere Hälfte und ich uns entschieden haben, unsere Beziehung zu legalisieren und den nächsten Schritt zu gehen. ;)

Dabei ist das tatsächlich schon zwei Jahre her...


Samstag, 20. April 2013

Von Nebraska nach Bayern: Die Reise eines Schmuckstücks

"diamonds are a girls best friend"
Es kommt wirklich selten vor, dass ich mich mal in etwas Materielles verliebe. Und wenn, dann sind das eher Animefiguren als Schmuck. Eigentlich bin ich gar nicht so die Schmuckträgerin. 

Ich habe eine Kette, die ich schon jahrelang trage - mit einem Ring dran den mein Verlobter mir zu Anfang unserer Beziehung schenkte und einem Pentagram, das meine Spiritualität repräsentiert. Dann hab ich noch ein Armband von Pandora das ich unregelmäßig trage und eins von Trollbeads was ich aktuell nicht tragen kann da mir noch der Verschluss fehlt. Ansonsten stecken in meinem Schmuckkästchen noch zwei Ringe, einen der extra für mich geschmiedet wurde (ich hab ihn hier mal kurz gezeigt) und einen den ich mir mal bei eBay ersteigerte weil er mir einfach gefiel und ich mich ans Tragen eines Rings gewöhnen wollte (zwecks Ehering). Wenn mir danach ist, trage ich auch die mal.

Alles in allem sind das fünf Schmuckstücke, ich schätze das ist dann doch recht wenig für eine Frau. Hinzu kommen im Mai dann aber mein Ehering und.. die Kette, um die es in diesem Blogeintrag gehen wird.

Das war wirklich Liebe auf den ersten Blick! 

Ich war im Worldwideweb auf der Suche nach eigentlich etwas ganz anderem, als ich in einem Shop aus Omaha, Nebraska auf den Designer Keith Jack und seinen bezaubernden keltischen Schmuck stieß. 

Keltischer Schmuck, das passt ja schon von Haus aus zu mir. Aber dann auch noch das: Eine Triqueta, genau das Symbol in einer Kette verarbeitet, dass sich auch in unseren Eheringen finden wird. Erste Assoziation: Der perfekte Hochzeitsschmuck für mich! Und zum Outfit passt die Kette auch, wie das Tüpfelchen auf dem i.. Doch der Preis und der Standort schreckte ab.

Ich überlegte ziemlich lange, aber nachdem mir die Kette auch nach zwei Wochen noch nicht wieder aus dem Kopf gegangen war und wir inzwischen nur noch fünf Wochen bis zur Hochzeit hatten, entschied ich dann doch, es zu versuchen. Meine bessere Hälfte graste das Internet ab, ob es jene Kette auch in einem anderen, vielleicht europäischen Shop gibt, wegen der Versandzeit und auch den -kosten. Vergeblich. 

Dieser eine Laden aus Omaha blieb der einzige, der diese Kette führt. Zumindest online. Lange Rede kurzer Sinn: Wir entschieden uns zum Kauf. 

Damit begann ein Wettrennen mit der Zeit. Denn Sendungen aus dem Ausland können durchaus vier bis sechs Wochen dauern. Auch je nach der Bearbeitungszeit beim Zoll. Wir wählten extra Expresszustellung und letztendlich lag dann gestern das erlösende Päckchen vor der Tür. Sehr "unauffällig" unter der Fußmatte versteckt. Aber mehr als nur rechtzeitig.

Und ich bin so glücklich - real sieht die Kette noch schöner aus als auf Fotos.


Celtic Synergy - the sum of the two is greater than the individual..
two in one.. one pendant & one necklet.. in a single piece of unique jewelry.
(c) Keith Jack


Falls es jetzt für Verwirrung sorgt: Nein, es sind nicht zwei Ketten. Man kann sie allerdings auf zwei verschiedene Arten tragen. Noch etwas, was ich an diesem Schmuck so überaus faszinierend und besonders fand. Oben sind zwei kleine Magneten eingearbeitet, so dass es ohne Probleme zusammen hält. Eine simple, aber noch nie gesehene Idee aus einer Kette mit einem Handgriff zwei zu machen.

Am Hals sieht das Ganze dann so aus:






Die Beschreibung der Kette im Shop von MacigalOmaha lautet wie folgt:

Transformation Triquetra Necklace with Diamonds
Transformation Necklet features the secrets of an eternal knot! This amazing and beautiful necklace is two designs in one - wear as a row of trinity knots, linked by the sparkle of five tiny diamonds, or let the internal magnets form a circular eternal knot. Measures 18-20" as triquetra knot necklet or 16-18" as circle knot pendant. Sterling silver and diamonds; designed by celtic artist and jeweler Keith Jack. Stunning!

Ich bin wirklich froh, dieser Liebe eine Chance gegeben zu haben. 
Und ich werde diese wunderschöne Kette, bestimmt nach der Premiere auf meiner Hochzeit auch noch öfter tragen. Denn für mich persönlich hat es jetzt nicht nur eine ungewöhnliche Geschichte, sondern durch die Symbolik des keltischen Knotens auch eine besondere spirituelle Bedeutung.

Thanks to the wonderful Cindy from MagicalOmaha! 


Wie findet ihr sie so? Ist sie nicht wirklich atemberaubend schön? :)


Montag, 17. Dezember 2012

Acis Hochzeit im TV? Nicht in diesem Leben!


Acis erste Reaktion auf den
Vorschlag der Standesbeamtin. ^^
Heute war ich mit meinem Herzallerliebsten auf dem Standesamt um unsere Eheschließung anzumelden. 

Wir hatten ein sehr nettes Gespräch mit der Standesbeamtin und als wir die Formalitäten erledigt hatten, überreichte sie uns noch folgenden Ausdruck mit dem Kommentar; "Der Sender hat uns gebeten das an alle Brautpaare zu verteilen. Vielleicht ist das ja was für Sie..".

Ich war erstmal ziemlich geschockt. 
Und fühlte mich doch sehr irritiert..




Ich hatte von der Sendung schon mal gehört. 
Hatte die Werbung gesehen und mich damals schon gefragt "Gibt’s tatsächlich Paare die da mitmachen?" – nicht nur, dass man fremde Menschen auf seiner Hochzeit dulden muss, die man nicht mal kennt und die einem im schlimmsten Fall auch noch super unsympathisch sein könnten..  Nein, man muss letztendlich auch in Kauf nehmen, dass sie den vielleicht schönsten Tag in einem Leben in der Öffentlichkeit völlig auseinander nehmen und verbal zerfleddern.

Eine Hochzeit stellt für mich die Krönung einer Liebe dar, die nicht kritikwürdig ist. Es ist etwas sehr Persönliches und alles worauf es ankommt ist, dass sich das Paar in der Zeremonie und der Feier wiederfindet, dass es zu ihnen passt, sie sich ausleben können, dass es auf sie zugeschnitten ist und ihnen gefällt. Nicht der Hochzeitsgesellschaft oder irgendwelchen Außenstehenden.

Ich würde mich als Braut – oder unsere Hochzeit als Veranstaltung – niemals derart bewerten lassen und ich kann deshalb nur sehr schwierig nachvollziehen, dass es wirklich Leute gibt, die sich für 2.000,- Euro Gage und vielleicht – wenn man Glück hat und gewinnt – eine Hochzeitsreise, verkaufen.

Was verspricht man sich davon, wenn man sich auf sowas einlässt? Warum sollte man sich und seine Feier derart zur Schau stellen? Um sich zu profilieren? Um andere zu übertrumpfen? Um zu zeigen was man sich leisten kann? Ja wohl nicht, um konstruktive Kritik zu erhalten, um es beim nächsten Mal besser zu machen? ;)

Ich meine.. vielleicht liegt es nur an mir, daran das ich nicht in dieses typische Hochzeits-Klischee hinein passe, von der Braut im Prinzesschenkleid, die davon träumt mit Kutsche in eine märchenhafte Location gebracht zu werden und mit ihrem Auserwählten bis in die Nacht hinein zu tanzen? 

So wie unsere Hochzeit ablaufen wird, unkonventionell und alles andere als "normalerweise", weiß ich, dass sie den meisten Menschen in unserer Gesellschaft nicht gefallen würde.  Das es Leute gibt, auch in meinem näheren Umfeld, die das was wir vorhaben nicht mal als "richtige Hochzeit" gelten lassen würden. Weil es ohne dies und das und jenes angeblich keine echte Hochzeit sei. In deren Augen.

Aber für uns ist es so perfekt. Deshalb ist es auch egal, was alle anderen denken. Unsere Liebe steht im Mittelpunkt des Geschehens. Wir als Paar. Und wir sind nun mal nicht "normalerweise".

Und genau so ist doch jede Art zu heiraten, egal wie unterschiedlich man es aufziehen kann, für das entsprechende Paar irgendwie perfekt, eben weil sie es so geplant haben. Weil sie es (so hoffe ich), genau so wollten. Egal wie merkwürdig es auf andere wirken mag.

Stellt man sich selbst, in dem Moment wo man sich von Fremden in so einer Sendung bewerten lässt, nicht selbst hinten an? Achtet man nicht eher darauf, dass es den Vorstellungen der anderen Teilnehmer entspricht als den eigenen? Weil man ja diese Reise gewinnen und als Sieger aus der ganzen Sache hervorgehen will? 

Wenn man tatsächlich aus der eigenen Hochzeit, eine der vielleicht prägendsten Lebenserfahrungen die man machen kann, einen Wettbewerb macht.. Verliert dabei die Hochzeit nicht irgendwie an Wert?

Ist sie dadurch nicht weniger authentisch?

Und bleibt dabei nicht auch das auf der Strecke, was eigentlich an diesem Tag das Wichtigste sein sollte..?