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Mittwoch, 8. Mai 2013

"Wie? Ihr heiratet nicht kirchlich?" - ein Best of..


Aci  berichtet über die teils
unnötigen Fragen denen sie sich
im Lauf ihrer Hochzeitsvorbereit-
ungen stellen musste...
Wenn man heiratet, hat man sich im Lauf der Zeit auch einigen Fragen von Außen zu stellen. Besonders dann, wenn die Hochzeit nicht so ablaufen wird, wie die Gesellschaft das für richtig - oder sagen wir "normal" - hält. 

Es gab im Lauf unserer Hochzeitsvorbereitungen einige dieser Fragen. Die teilweise schon schockiert oder gar empört klangen, ja - manchmal fast ein wenig vorwurfsvoll.

Interesse an einem kleinen "Best of.."? ;)

Fangen wir mal mit dem Klassiker an:

"Wie? Ihr heiratet nicht kirchlich?"

Nein. Tun wir nicht. Wir sind vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten, weil wir nicht an die Lehren der Institution Kirche glauben. Wir fühlen uns weder als Christen noch dem "Verein" Kirche in irgend einer Weise zugehörig. 

Warum in aller Welt sollten wir also kirchlich heiraten?

"Aber ohne kirchliche Trauung ist es doch keine richtige Hochzeit!"

Soweit ich weiß, sind wir nach dem Papierkram im Standesamt offiziell verheiratet. Ich wüsste nicht, was an einer ausschließlich standesamtlichen Trauung "falsch" oder "nicht richtig" sein sollte. Selbst wenn sich eine rein standesamtliche Trauung für andere nicht als "vollwertig" oder "vollständig" anfühlt, muss das noch lange nicht für uns gelten. Eine Ehe ist eine Ehe. Egal auf welche Art man sie schließt.

Oder nicht?

"Aber ohne Kirche ist das doch nicht romantisch!"

Warum setzen so viele Menschen eine kirchliche Hochzeit mit Romantik gleich? Klar ist diese Sache für jene Leute romantisch, die an Gott glauben und sich in ihre Kirchengemeinde einbringen und nach dem leben, was die Kirche vermittelt. Eben weil die Kirche und der Glaube in dem Moment wichtige Teile ihres Lebens sind.

Aber was in aller Welt soll romantisch daran sein, wenn man nichts mit der Kirche am Hut hat und sich nicht mal im entferntesten als christlich betrachtet?

Was bringt es einem Paar, in eine Kirche zu gehen der sie sich nicht zugehörig fühlen und einem Mann, den sie nicht kennen, ein Versprechen zu geben, dass sie nicht meinen, um den Segen eines Gottes zu erhalten, an den sie nicht glauben?

Das ist keine Romantik. Das ist Heuchelei. 
Und heucheln will ich an meinem Hochzeitstag bestimmt nicht. 

"Wie? Ihr tanzt nicht? Seid ihr Zeugen Jehovas oder so?"

Hä? Nein. Wir möchten nur einfach nicht tanzen. Und wenn jemand den Hochzeitswalzer sehen will, haben sich schon eine Freundin und unser Trauzeuge bereit erklärt, an unserer Stelle zu tanzen. *zwinker*

Unsere Gäste dürfen natürlich auch tanzen, wenn ihnen danach ist..
Nur wir möchten halt nicht. Ist einfach nicht unser Ding.

"Warum habt ihr nur einen Trauzeugen? Nimm doch eine Freundin für dich!"

Für mich ist es eine Ehre, darum gebeten zu werden, ein Paar als Trauzeugin zu begleiten. Und diese Ehre gebührt in meinen Augen nicht "irgendjemandem". Nicht "irgendeiner" Freundin oder "irgendeinem" Freund. 

Es gebührt dem Menschen, der einem im Herzen am nähsten ist. 

Für mich wäre das meine beste Freundin gewesen. Geschwister hab ich keine und auch wenn ich alle meine Freundinnen unglaublich lieb habe, so ist der Platz der Trauzeugin doch einem ganz speziellen Menschen vorbehalten. 

Und da dieser Mensch den Weg inzwischen nicht mehr gemeinsam mit mir geht.. bleibt diese Position leer. Alles andere würde sich falsch anfühlen. 

"Wie? Du lässt dir kein Make-Up machen? Aber das muss schon sein!"

Für mich nicht - liegt vielleicht daran, dass ich nicht "normalerweise" bin..?

Ich schminke mich nie. Warum sollte ich zu meiner Hochzeit damit anfangen? Schminke find ich blöd. Ich will mich an dem Tag wohlfühlen, ich selbst sein. Schminke auf der Haut fühlt sich schwer an und ich hätte das Gefühl, mich maskiert zu haben. Nicht schön, nicht natürlich. Nicht ich.

"Wie? Du trägst kein richtiges Brautkleid?"

Richtig. Kein Brautkleid. Ein Sommerkleid. Plus bordeaux-farbener Bolero. 

Eigentlich trag ich auch nur deshalb ein Kleid weil meine bessere Hälfte sagte: "Ich würde dich so gerne einmal im Leben in einem Kleid sehen!" - Wer kann da schon nein sagen? Ich bin froh, dass ich mein Wohlfühl-Kleid gefunden habe.

Und das ich keine Prinzessin bin. Keine 0815-Braut, um es mit den Worten meiner Blogger-Kollegin Mimi  von dinks & bams zu sagen. 

Ich würde es auch überhaupt nicht einsehen, in ein Kleid, dass man nur diesen einen Tag in seinem Leben trägt, so viel Geld zu investieren. Natürlich kann das jeder machen, wie er mag, aber mein Ding ist das nicht. 

Da hab ich andere Prioritäten und weiß Besseres mit meinem Geld anzufangen. Zum Beispiel einen richtig coolen Show-Act zu engagieren, der die ganze Hochzeitsgesellschaft von den Stühlen reißt und begeistert! 

"Roter Bolero? Eine Braut sollte eigentlich komplett in weiß auftreten!"

Warum das denn bitte? Weil weiß die Farbe der Unschuld ist oder was? Nach so vielen Jahren Beziehung nimmt mir eh keiner mehr ab, dass ich noch Jungfrau bin. Und ganz davon abgesehen; Das sind doch schon wieder solche konventionellen christlichen Kirchenansichten. Was haben die mit mir zu tun? 

Meiner Ansicht nach stehen die Farben weiß-rot spirituell betrachtet für den Übergang der Jugend (weiß) zur Reife (rot). Das gehört also so. Jedenfalls nach meiner ganz persönlichen, heidnischen Interpretation. 

Und außerdem fühl ich mich ganz in weiß auch einfach unwohl. Das wäre nicht ich.

... 

Wenn ich länger darüber nachdenken würde, würden mir bestimmt noch mehr solcher Fragen einfallen. Und die daraus entstandenen Diskussionen haben sich teilweise über Stunden oder sogar Tage hingezogen.

Von der nicht vorhandenen Hochzeitstorte und den Flitterwochen und davon, dass wir keinen speziellen Hochzeitswagen wollten, fange ich gar nicht erst an. ;)

Irgendwann ist das nur noch ermüdend. Und so unnötig. Warum haben manche Menschen so ein unglaubliches Problem damit, wenn andere etwas eben anders handhaben als das in der Gesellschaft möglicherweise der Norm entspricht? Und warum steigern sich manche dann so hinein, obwohl es gar nichts mit ihnen zu tun hat? Viele dieser Diskussionen haben mit einer Arbeitskollegin stattgefunden.. 

Aber nächste Woche Dienstag ist ja alles überstanden - dann müssen wir nicht mehr darüber reden, wie wir etwas machen und warum so und nicht anders.. 

Dann hören wir wohl nur noch, was an unserer Umsetzung einer Hochzeit nun tatsächlich positiv und negativ war. Obwohl man sich Zweiteres gern sparen darf.

Denn schließlich und letztendlich muss die Feier dem Brautpaar gefallen, oder? ;)



Dienstag, 7. Mai 2013

Die Suche nach dem perfekten Ehering

Heute ist der siebte Mai. Und in sieben Tagen findet meine Hochzeit statt. Ich hab bisher nicht wirklich viel darüber berichtet. Ich hab es ab und zu mal nebenbei erwähnt, meinen Hochzeitsschmuck vorgestellt und einmal über die Sendung "Vier Hochzeiten und eine Traumreise" geschrieben, weil wir auf dem Standesamt damals so einen Wisch zwecks Bewerbung bei VOX in die Hand gedrückt bekamen.

Aci, ganz verliebt in ihren Ring.
Aber das war es dann glaub ich auch schon wieder. Eine Woche vorher möchte ich jetzt gerne ein weiteres Posting zu diesem Thema veröffentlichen. 

Anlass dazu gab mir vergangene Woche unsere Goldschmiedin, die uns unsere Ringe endlich überreichte. Die Geschichte hierzu ist meiner Meinung nach genauso spannend wie die meines Hochzeitsschmucks aus den Staaten. 

Alles begann damit, dass wir im Netz nach Inspirationen für unsere Eheringe suchten. Wir wollten etwas, was wirklich zu uns passt. Nichts, was jeder hat. Und wir fanden auf einer Internetseite  einen sehr schönen Ring, den wir so noch nie gesehen hatten. Es war ein zweifarbiger Ring. Eine Hälfte Weißgold, eine Hälfte Gelbgold. In der gelbgoldenen Hälfte des Rings ein Muster. Aneinandergereiht mehrere Triquetas. Und sofort die Assoziation: "DAS IST ER!"

Quelle: Metalic Triquetra (c) by Rea134
Eine Triqueta ist ein keltischer Knoten. Einige von euch, die die Sendung "Charmed - Zauberhafte Hexen" früher verfolgt haben, werden diesen Knoten von deren Buch der Schatten kennen. Seit der Serie wird manchmal auch Charmed-Knoten gesagt.

Es ist wie gesagt ein altes keltisches Symbol, dass die Dreifaltigkeit des Lebens wiederspiegelt. So zum Beispiel.. Geburt, Leben, Tod. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Jugend, Reife, Alter und so weiter.


Für meinen Verlobten und mich ist es das perfekte Symbol. Denn es bedeutet was wir im Leben gerne erreichen würden: Gemeinsam durch alle Lebensebenen gehen. Wir lernten uns als Teenager kennen, verbringen die Gegenwart gemeinsam und wünschen uns, was sich wohl jedes liebende Paar wünscht - das wir miteinander alt werden. Und das unsere Liebe für immer währt.

Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift. Okay, zurück zum Thema. *räusper*

Also jedenfalls gab es bei diesem Ring ein großes Problem. Mein Verlobter hat ziemlich große, breite Finger. Entsprechend brauchte er eine Größe, die in dem Shop wo es diesen Ring gab nicht angeboten wurde. Sonderanfertigungen machen die auch aus Prinzip nicht, weil die dann nicht mehr umtauschbar sind.

Ich glaube diese Situation war so ziemlich die einzige im Lauf unserer Hochzeitsplanung, an der ich wirklich verzweifelt bin und in diesen "Brautzilla-Modus" verfiel. Dazu muss man sagen, dass es mir auch wirklich schwer fällt, von etwas abzulassen in das ich mich verliebt habe. So war es ja auch bei der Kette.

Übrigens haben wir uns auch nicht davon abbringen lassen. Unzählige (teilweise verzweifelte) Telefonate später, hatten wir einen Termin mit einer sehr sympathischen Goldschmiedin die uns tatsächlich die positive Rückmeldung gab, sie könnte uns die Ringe nach unseren Vorstellungen problemlos anfertigen.

Das Ende vom Lied.. nach fast einem halben Jahr.. unsere Trauringe:







Ich weiß - nicht jedermanns Geschmack. Sie sehen extravagant aus, aber am Finger, aus etwas Entfernung, kommt das gar nicht mehr sooo extravagant rüber. In meinem Ring sind übrigens rundherum noch sechs Brillanten eingelassen. 

Die Gravur innen ist auch nicht 0815. 
Wir wollten kein "Name 1 & Name 2 & Hochzeitsdatum". Wir wissen wie wir heißen und wann wir geheiratet haben. Oder diese üblichen Sprüche "Hand in Hand / durchs Leben", "Gesucht und gefunden / durch Liebe verbunden", "An deiner Hand / ein Leben lang", "Für immer / in deinen Armen". Das ist uns zu mainstream und echt langweilig, weil das so unglaublich viele Leute in ihren Ringen stehen haben.

Unser Ringspruch lautet daher..

Bei ihm "Everything will change ..." 
und bei mir: "... but love remains the same."


Jetzt merken die ein oder anderen Leser wahrscheinlich gerade auch, warum ich unbedingt diese exklusive Kette von Keith Jack aus den USA haben musste.. 

Genau - wegen des Musters in unseren Eheringen!





Ja, ich gebs zu. Ich bin schon eine kleine Perfektionistin. Erstaunlicherweise aber irgendwie bei den Dingen, die andere eher für unwichtig empfinden. *grins*

Ab nächster Woche werde ich also diesen Ring an meinem Finger tragen. 

Nächste Woche schon. Immer wieder unheimlich, wie die Zeit verfliegt. Es kommt mir wie gestern vor, als meine bessere Hälfte und ich uns entschieden haben, unsere Beziehung zu legalisieren und den nächsten Schritt zu gehen. ;)

Dabei ist das tatsächlich schon zwei Jahre her...


Samstag, 20. April 2013

Von Nebraska nach Bayern: Die Reise eines Schmuckstücks

"diamonds are a girls best friend"
Es kommt wirklich selten vor, dass ich mich mal in etwas Materielles verliebe. Und wenn, dann sind das eher Animefiguren als Schmuck. Eigentlich bin ich gar nicht so die Schmuckträgerin. 

Ich habe eine Kette, die ich schon jahrelang trage - mit einem Ring dran den mein Verlobter mir zu Anfang unserer Beziehung schenkte und einem Pentagram, das meine Spiritualität repräsentiert. Dann hab ich noch ein Armband von Pandora das ich unregelmäßig trage und eins von Trollbeads was ich aktuell nicht tragen kann da mir noch der Verschluss fehlt. Ansonsten stecken in meinem Schmuckkästchen noch zwei Ringe, einen der extra für mich geschmiedet wurde (ich hab ihn hier mal kurz gezeigt) und einen den ich mir mal bei eBay ersteigerte weil er mir einfach gefiel und ich mich ans Tragen eines Rings gewöhnen wollte (zwecks Ehering). Wenn mir danach ist, trage ich auch die mal.

Alles in allem sind das fünf Schmuckstücke, ich schätze das ist dann doch recht wenig für eine Frau. Hinzu kommen im Mai dann aber mein Ehering und.. die Kette, um die es in diesem Blogeintrag gehen wird.

Das war wirklich Liebe auf den ersten Blick! 

Ich war im Worldwideweb auf der Suche nach eigentlich etwas ganz anderem, als ich in einem Shop aus Omaha, Nebraska auf den Designer Keith Jack und seinen bezaubernden keltischen Schmuck stieß. 

Keltischer Schmuck, das passt ja schon von Haus aus zu mir. Aber dann auch noch das: Eine Triqueta, genau das Symbol in einer Kette verarbeitet, dass sich auch in unseren Eheringen finden wird. Erste Assoziation: Der perfekte Hochzeitsschmuck für mich! Und zum Outfit passt die Kette auch, wie das Tüpfelchen auf dem i.. Doch der Preis und der Standort schreckte ab.

Ich überlegte ziemlich lange, aber nachdem mir die Kette auch nach zwei Wochen noch nicht wieder aus dem Kopf gegangen war und wir inzwischen nur noch fünf Wochen bis zur Hochzeit hatten, entschied ich dann doch, es zu versuchen. Meine bessere Hälfte graste das Internet ab, ob es jene Kette auch in einem anderen, vielleicht europäischen Shop gibt, wegen der Versandzeit und auch den -kosten. Vergeblich. 

Dieser eine Laden aus Omaha blieb der einzige, der diese Kette führt. Zumindest online. Lange Rede kurzer Sinn: Wir entschieden uns zum Kauf. 

Damit begann ein Wettrennen mit der Zeit. Denn Sendungen aus dem Ausland können durchaus vier bis sechs Wochen dauern. Auch je nach der Bearbeitungszeit beim Zoll. Wir wählten extra Expresszustellung und letztendlich lag dann gestern das erlösende Päckchen vor der Tür. Sehr "unauffällig" unter der Fußmatte versteckt. Aber mehr als nur rechtzeitig.

Und ich bin so glücklich - real sieht die Kette noch schöner aus als auf Fotos.


Celtic Synergy - the sum of the two is greater than the individual..
two in one.. one pendant & one necklet.. in a single piece of unique jewelry.
(c) Keith Jack


Falls es jetzt für Verwirrung sorgt: Nein, es sind nicht zwei Ketten. Man kann sie allerdings auf zwei verschiedene Arten tragen. Noch etwas, was ich an diesem Schmuck so überaus faszinierend und besonders fand. Oben sind zwei kleine Magneten eingearbeitet, so dass es ohne Probleme zusammen hält. Eine simple, aber noch nie gesehene Idee aus einer Kette mit einem Handgriff zwei zu machen.

Am Hals sieht das Ganze dann so aus:






Die Beschreibung der Kette im Shop von MacigalOmaha lautet wie folgt:

Transformation Triquetra Necklace with Diamonds
Transformation Necklet features the secrets of an eternal knot! This amazing and beautiful necklace is two designs in one - wear as a row of trinity knots, linked by the sparkle of five tiny diamonds, or let the internal magnets form a circular eternal knot. Measures 18-20" as triquetra knot necklet or 16-18" as circle knot pendant. Sterling silver and diamonds; designed by celtic artist and jeweler Keith Jack. Stunning!

Ich bin wirklich froh, dieser Liebe eine Chance gegeben zu haben. 
Und ich werde diese wunderschöne Kette, bestimmt nach der Premiere auf meiner Hochzeit auch noch öfter tragen. Denn für mich persönlich hat es jetzt nicht nur eine ungewöhnliche Geschichte, sondern durch die Symbolik des keltischen Knotens auch eine besondere spirituelle Bedeutung.

Thanks to the wonderful Cindy from MagicalOmaha! 


Wie findet ihr sie so? Ist sie nicht wirklich atemberaubend schön? :)